Musik & Bildung

Klavier • Blockflöte • Musiktheorie • Chorleitung Eltern-Kind-Gruppen • Musikalische Früherziehung


Kleinkinder-Musik-Kurse (1 ½ bis 3 Jahre)

Eine wertvolle und positive Entwicklung lässt sich seit einigen Jahren bei der neuen Elterngeneration beobachten. Junge Eltern machen sich mit ihren Kindern gemeinsam auf den Weg, um in Sing- und Spielgruppen miteinander zu singen und zu musizieren. Der Wunsch, den alten Liederschatz, den Großeltern noch pflegten, mit den eigenen Kindern wieder neu zu entdecken, wird immer stärker. Die Eltern möchten die Melodien, Fingerspiele und Reime aus ihrer eigenen Kindheit auffrischen, um sie in der alltäglichen Kindererziehung anwenden zu können.

Der Gesang als Gemeinschaftserlebnis ist eine kulturelle Tradition, die in allen Völkern dieser Erde zu finden ist. Bei uns jedoch wird sie durch den Einzug der Medien und Tonträger in die Gesellschaft zunehmend vernachlässigt. Tagtägliche Dauerberieselung und Musikkonsum aus der Konserve haben das Singen bei Groß und Klein mehr und mehr verstummen lassen. Klänge und Geräusche sind uns allgegenwärtig. Sie decken angeblich unseren Bedarf an Musik, führen jedoch in die musikalische Passivität. Neue Wege müssen gefunden werden, Musik wieder „selbst zu tun“ – jeder für sich allein und im Miteinander.

Einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag dazu leisten die Eltern, die ihre Kinder in die Musik „hineinwachsen“ lassen möchten, damit diese als etwas Selbstverständliches und Vertrautes erleben.
Unterstützung für einen Anfang mit Musik erhalten interessierte Eltern in den Eltern-Kind-Gruppen. Um die Musik für sich selbst zu entdecken, sie aber auch als Bereicherung für die Kindererziehung warzunehmen, kommen Mütter, Väter, Großeltern u.a. mit ihren Kindern in die Eltern-Kind-Kurse.
Unter Anleitung lernen die Teilnehmerinnen Kinderlieder, Fingerspiele, Kniereiter und Verse – Altbekanntes und Neues.

Ermutigung ist wichtig, damit die Erwachsenen ihre Singstimme und deren Ausdrucksmöglichkeiten neu kennen und akzeptieren lernen. Vertrauen und Selbstsicherheit in die eigene Musikalität gewinnen die Großen durch die Kinder, die mit ihrer Unbekümmertheit einfach von Herzen „drauflos singen“.

Doch es gibt noch mehr Gründe, um Kleinkinder an die Musik heranzuführen. Ein Kind, das mit Musik groß werden darf, erhält eine Vielzahl von Impulsen für die Entwicklung seiner gesamten Persönlichkeit. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Musik eine positive Stimulanz auf die kognitive, emotionale und soziale Entfaltung des Kindes ausübt.

Deswegen soll Musik von Anfang an begleiten, spielerisch und selbstverständlich als Element des täglichen Lebens.
Die Freude am Singen und Hören, das Spiel und die Bewegung stehen im Vordergrund der musikalischen Arbeit mit Eltern und ihren Kleinkindern.

Spaß und Freude, Harmonie und viele schöne gemeinsame Musikerlebnisse in der Gruppe sind die wichtigsten Ziele, die angestrebt werden.

Liebe Eltern,

es ist Ihre Stimme, die Ihrem Kind schon von Geburt an ein vertrautes Gefühl vermittelt, die es beruhigen und trösten, ermutigen und fröhlich machen kann. Schon wenn ihr Kind sie von weitem vernommen hat, reagiert es mit Freude und Ungeduld. Klangfarbe, Tonfall und Dynamik Ihrer Stimme sind für Ihr Kind ein unverkennbares Signal, mit dem es Geborgenheit und Vertrauen verbindet.

Die Stimme ermöglicht uns, das Sprechen zu erlernen. Durch sie können wir uns äußern, uns anderen mitteilen und mit den Mitmenschen Kontakt aufnehmen. Doch sie ist auch ein Geschenk für unsere Seele, unsere innersten Empfindungen. Fangen wir dann auch noch an zu singen, kann sie uns in verschiedene Stimmungen versetzen, uns „einstimmen“ und motivieren, uns befreien oder beruhigen. Positive Stimulanzen für Körper, Geist und Seele werden ausgelöst.

Nicht nur der Singende selbst, sondern auch die Zuhörer werden von den Melodien berührt. Ein Lied kann unser ganzes Wesen durchdringen. Es vermag uns die Flügel zu verleihen, mit denen wir unserem Alltag eine kleine Weile entfliehen können.

Singen ist bei allen Völkern dieser Erde die ursprünglichste Form des Musizierens. Jeder Mensch wird mit einer ureigenen Musikalität geboren. So auch Ihr Kind. Sicher haben Sie schon beobachtet, wie es mit seiner Stimme experimentiert, Laute von sich gibt, lallt, quietscht, summt, kichert und lacht. Oft kommt sogar ein Singsang zustande, weil es sich wohl fühlt und geborgen weiß.

Ich möchte Sie ermutigen, mit Ihrem Kind zu singen. „Streicheln“ Sie seine Seele mit den liebevollen Melodien alter und neuer Kinderlieder. Ein Lied zum Schmusen, zum Singen beim Autofahren, ein Liedchen zum Schlafengehen – Ihr Kind wird es genießen, mit Freude annehmen und immer wieder danach verlangen.

Wiederholen Sie vertraute Lieder oft, damit Ihr Kind sie irgendwann mitsingen kann und nicht nur Zuhörer bleibt.

Nehmen Sie sich Zeit dafür. Das gemeinsame Singen und Musizieren ist eine wertvolle Bereicherung für die Erziehung und das Familienleben. Die Musik wird in Ihrem Kind schöpferische Kräfte reifen lassen, die sein Heranwachsen und seine Persönlichkeit positiv unterstützen.

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